Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
jede Zeit hat ihre Umweltmode. Erst war es der Umsonst-und-Draußen-Hype der Freiluftjünger aus den Körperkult-Bewegungen der 1920er Jahre, später prägte das Waldsterben die Diskussion. Atomkraft und die Katastrophe von Tschernobyl wurden zu Synonymen für die Öko-Apokalypse, bis diese Themen schließlich verdrängt wurden von der Auseinandersetzung über den Klimawandel, die Ölpest und die Suche nach nachhaltigen Wirtschaftsmodellen. Was Umweltdebatten über die Zeit verraten, in denen sie geführt werden, wollten wir von dem Freiburger Umwelthistoriker Franz-Josef Brüggemeier wissen. Seine Antwort ist klar: `Es geht immer darum, wie wir leben wollen´ (S. 5).
Momentan kann man behaupten: die Menschen wollen vor allem gut leben – und zwar im moralischen Sinn. Zur wissenschaftlichen Fundierung dieser Alltagsutopie gibt es im Internet längst Hunderte von Rechenmaschinen, die jedem individuellen Lifestyle seine eigene Umweltbilanz erstellen. Wir haben euch eine Kostprobe daraus zusammen gestellt: Ausgerechnet CO2 (S. 7).
Außerdem widmen wir uns pünktlich zum Start der Festival-Saison dem Trend des Green Rock (S. 8), mit dem die Unterhaltungsindustrie ihr Emissionsproblem in den Griff bekommen will, und stellen euch die Freiburger Filiale der internationalen Nachhaltigkeits-Kampagne Dynamo Effect (S. 12) vor.
Wie immer findet ihr in diesem Heft den Infoticker des Studentenwerks mit Mensaplan (S. 10/11) und allen News und Terminen der nächsten Wochen sowie unsere Reiseseite – diesmal mit ganz entspannten Staying-Home-Charts (S. 18). Viel Spaß beim Lesen wünscht euch
Eure alberta
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